Verlauf der „englischen Woche“ und Standortbestimmung für TVL1
Das 2te Heimspielwochenende und damit inklusive des Handballkreispokals die englische Woche, ist für die Erste Herrenmannschaft des TV Lenzinghausen abgeschlossen. Die englische Woche und vor allem das 2te Heimspielwochenende war Event und Standortbestimmung zugleich. „Nun haben wir mehr Klarheit, wo wir aktuell tatsächlich innerhalb der Liga mit unserem Leistungsniveau stehen“, so Teamchef Eggersmann.
Böse Überraschung gegen den VfB Jöllenbeck / Spielbericht vom 10.01.12:
TVL verliert fahrlässigst zwei wichtige Punkte gegen den Tabellenvorletzten
Nach der erfolgreich gestalteten Vorbereitungseinheit beim Handballkreispokal, traf der TV Lenzinghausen in einem Nachholspiel am 10.01.12, am späten Dienstagabend, auf den Tabellenvorletzten vom VfB Jöllenbeck. Dieser steht mittlerweile schon fast mit dem Rücken zur Wand, hatte er doch bis vor der Partie erst zwei Punkte in der laufenden Saion erzielen können. Eine vermeintlich „einfache Pflichtaufgabe“ wenn man auf die Tabelle der Kreisliga B schaut. Umso wichtiger angesichts des bevorstehenden Derbys gegen den Tus Spenge3, der gegen die EGB4 einen Punkt erkämpft und damit seine Ausgangssituation weiter verbessert hat.
Dennoch war der TV Lenzinghausen vorgewarnt. Die Derby's gegen den VfB Jöllenbeck sind immer voller Emotionen, vielerlei sportlicher Härte und mal mehr oder weniger sehenswertem Handball. Häufig verkrampft die Erste gegen diesen Gegner und in der Vergangenheit waren es nicht immer leichte Spiele. Der VfB hatte nach der haushohen Klatsche im letzten Spiel der letzten Saison zur Verabschiedung von Amtmann ohnehin noch eine Rechnung offen. Ebenso müssen wie gesagt Punkte für den VfB her, egal wie und gegen wen, aber sicherlich gerne gegen den TVL. Dies war auch spürbar, trat der VfB Jöllenbeck personell qualitativ sicherlich nahezu in Bestbesetzung und mit Untertstützung wohl auch vom VfB Jöllenbeck2 hoch motiviert an. Verständlich und seitens des TVL erwartet. Bei diesem fehlten u.a. Reimer, Gotthilf verletzungsbedingt und zunächst Spielberechtigung für den TVL3 und leider natürlich nach seinem Rücktritt Sebastian Kreft im Rückraum.
Dank der guten Unparteiischen verlief die Partie diesmal letztlich zwar schon mit Härte aber ohne Verletzungen ab und es sollte ein böses und ärgerliches Erwachen für den TVL1 geben. Zunächst lief alles nahezu perfekt, der VfB Jöllenbeck bekam Sebastian Ebel nicht in den Griff, der Offensiv-Express des TVL überrollte durch schnell vorgetragenen Tempohandball nahezu den VfB und Torwart Lucas Hildebrand entschärfte Wurf um Wurf aus dem Rückraum der Gäste. Zudem gelang es diesem überhaupt nicht, sein gewohntes Spiel über den Kreis aufzuziehen. Über 3:1 in der 4ten Minute führte man in der 8ten Minute bereits 7:2 und baute die Führung auf 10:4 sogar noch aus. Wenig später nahm der VfB Jöllenbeck die Auszeit und stellte sein Spielsystem um. Die Halblinksposition des VfB Jöllenbeck war nun nahezu überhaupt nicht mehr zu stoppen und kam aus allen Wurfpositionen zum Torerfolg. Zugegebener Maßen mit hohem technischem Können und sehenswert platzierten Kraftwürfen und einem guten Zug gegen die Gegenspieler, aber auch Dank vieler technischer Abwehrstellungsfehler auf der Halbrechten Abwehrseite des TVL. Zeitgleich stellte der VfB Jöllenbeck die eigene Abwehr um und nahm Ebel ab sofort und für den Rest des Spiels sobald er auf der Platte war kurz. Ergebnis nur noch ein Treffer danach, einschließlich Durchgang zwei. Die restliche Abwehr agierte hart und konsequent vom Sechsmeterkreis aus. Ballgewinne wurde in Ruhe nach vorne getragen und so in Torerfolge umgemünzt. Der TVL fand hierauf keinerlei taktische Antwort und blieb ausschließlich dem Tempohandball treu. Fahrlässige und zu früh genommene Würfe aus dem Rückraum und teilweise einige Lustwürfe, führten zu gerne genommenen Ballgewinne der Gäste, die diese umso konsequenter verwerteten. So begann der VfB Jöllenbeck eine sehenswert kämpferische Aufholjagd über die Spielstände 10:4, 10:8, 12:9 und krönte dies nach dem zwischenzeitlichen 12:12 passend zum Halbzeitpfiff mit einer Führung von 14:15.
Der TVL ging zähneknirschend in die Halbzeit und Kabine, hatte man sich doch sichtlich „die Butter vom Brot nehmen lassen“. In der Kabine agierte Teamchef Eggersmann ruhig und besonnen. Er zeigte wesentliche Abwehrproblematiken auf, vor allem auf der rechten Seite und appellierte an die Mannschaft auch in der Offensive wieder zielgerichtet und kontrolliert zu Werke zu gehen. Zudem sollte in der Abwehr nun nochmals variiert und aggressiver zu Werke gegangen werden. Über den Teamgeist sollten auf jeden Fall zwei wichtige Punkte geholt werden.
Gesagt, überhaupt nicht getan und schon gar nicht umgesetzt kann man hier nur sagen. Mit Wiederanpfiff war bereits in der Halle irgendwie nach schneller Zeit zu spüren, dass ab der 26ten Minute nur noch ein Team völlig klar ein Ziel verfolgte und bereit war dafür alles zu geben, nämlich die Gäste vom VfB Jöllenbeck. Man kann die zweite Halbzeit recht schnell und einfach zusammen fassen. Dank einer harten Abwehrleistung des VfB Jöllenbeck, die hier und dort sicherlich grenzwertig aber angesichts des Abstiegskampfes angemessen war, kam der Rückraum des TVL kaum noch zum Abschluss. Die schnelle Mitte und 2te Phase wurde nicht konsequent genug vorgetragen, und taktische Alternativen hierzu konnten oder wurden seitens der Mannschaft nicht gezeigt. Bei Kurznahme von Ebel bot sich keine Alternative. Dies gepaart mit Pech im Abschluss und teilweise überhasteten Abschlüssen, z.B. bei Kapitän Jostmeyer und im zweiten Durchgang fehlendem Zielwasser bei Möcker und weiteren Akteuren, führte zu einer mageren Chancenauswertung. Marc Weszpatat zeigte auf Mitte und Halb zwar ein insgesamt mit sieben Treffern sehr ansprechende Einzelleistung und „er hielt so den TVL auch über Wasser“, gleichwohl zeigten sich auch hier ungewohnte Unkonzentriertheiten mit zwei verworfenen Strafwürfen. Die Außenpositionen konnten die Schwächen des Rückraums ebenso wie die Kreisspieler nicht in Ansätzen kompensieren, kamen hier doch gerade einmal insgesamt 4 Tore zu Stande, bei insgesamt sieben eingesetzten Spielern. Der TVL bekam sogar das Kunststück hin, dass die eigentlich „gelernten Kreisläufer“, nicht einen Treffer erzielen konnten. Selbst bei einer doppelten Unterzahl der Gäste gelang das Kunststück, dass der VfB jeweils ein Tor nachlegte und deren null der TVL erzielte. Eine phasenweise gut agierende offenere Abwehr auf der Halbrechtenabwehrseite, führte zwar zu einer dortigen Entlastung und Verbesserung, aber dafür fand der VfB Jöllenbeck nun zu seiner Stärke mit dem Spiel über den Kreis zurück. Ebenso zeigte die Halbrechte Angriffsseite nun mehr Durchschlagskraft als in der ersten Halbzeit und kompensierte damit die Schwächung der anderen Angriffsseite der Gäste. So kam der TVL1 nicht einmal mehr in Führung oder zum Ausgleich, außer dem 15:15 nach Wiederanpfiff. Bis zur 50ten Spielminute hatte man das Gefühl, eventuell könnte der TVL noch einmal zurückkommen, aber auch nur falls der VfB schwächeln sollte, aus eigener Kraft eher nicht. Aber man blieb bis zu diesem Zeitpunkt immerhin noch auf ein bis zwei Tore dran bis um 21:22. Ein konditioneller Einbruch der Gäste blieb aber unerwartet ebenso aus, wie Unkonzentriertheiten im Abschluss. Wie beschrieben blieb dies hingegen, neben der bis auf die Torwarte schlechten Abwehrleistung, das entscheidende Manko beim TVL. Nach einer zwischenzeitlichen Unterzahl des TVL gelang es dem VfB Jöllenbeck so genau im passenden Moment sich auf 22:24 auf 22:26 abzusetzen. Ein verzweifeltes Aufbäumen gegen die Niederlage gab es zwar, aber es war im Prinzip schon ab Spielminute 55 klar, wer hier der Sieger sein sollte. Daran konnten letztlich auch nichts die beiden gut agierenden Torhüter Hildebrand und Böer etwas ändern.
Mit dem Endergebnis von 22:27 (14:15) schlug damit der Tabellenvorletzte, den bis dahin zu Hause ungeschlagenen Gastgeber und Tabellendritten vom TV Lenzinghausen und dies angesichts der bis auf die ersten zehn Spielminuten nicht sehr sehenswerten Leistung der Gastgeber durchaus nicht unverdient. Die Punkte für den VfB sind wichtig im Abstiegskampf, für den TVL hingegen äußerst bitter hinsichtlich der gesetzten Ziele Aufstieg. Bei einem Sieg gegen den VfB hätte man „lockerer“ in das Ortsderby gegen Spenge3 gehen können, stand aber nun mit dem Rücken zur Wand.
Teamchef Eggersmann zum Verlauf dieser Partie:
„Es ist traurig, wir hatten zehn wirklich gute Spielminuten gleich zu Anfang und hatten den Gegner fast schon beim Stand von 10:4 am Boden. Zu diesem Zeitpunkt zweifelte glaube ich keiner in der Halle daran, dass der TVL als Sieger vom Platz gehen würde und der VfB Jöllenbeck war auch sichtlich beeindruckt und fing schon an sich untereinander zu streiten. Ein eigentlich gutes Signal. Nach der Auszeit hatten wir jedoch auf die ledigliche Herausnahme von Ebel nicht wirklich eine taktisch vernünftige Antwort gehabt, so ehrlich muss auch ich sein. Dies gepaart mit zunehmend nachlassender Konsequenz und Pech im Anschluss und teilweise fahrlässigen Lustwürfen führte zur zunächst künstlichen Wiederauferstehung der Gäste. Diese haben dann aber auch Ihre Chancen wirklich genutzt und sich im Gegensatz zu uns in diese Partie richtig hinein gebissen. Genau dieser Biss fehlte uns dann sowohl nach dem Wiederanpfiff, als auch in der Schlussphase. Alle glaubten irgendwie, dass es ja nicht sein kann, dass ein vermeintlicher Abstiegskandidat nicht einbricht, weder technisch noch konditionell. Aber genau das war der Fall. Der VfB Jöllenbeck zeigte die Abwehrleistung, die wir hätten bringen müssen und ebenso die richtige Einstellung. An solch einem Tag, auch dass muss ehrlich gesagt werden, fehlt uns dann natürlich nach eine zweite Waffe und Vorzeigespieler wie vormals Sebastian Kreft, der in solchen Phasen immer entscheidende Treffer erzielen und ein Team mit sich reißen kann und konnte. Für uns heißt es nun, dass wir hinsichtlich unserer Ziele ein wenig mit dem Rücken zur Wand stehen. Wir müssen jetzt am Samstag unbedingt gegen Spenge3 gewinnen, wollen wir uns nicht im Falle einer Niederlage und späterem Spiel gegen HSG EGB4 auf einem fünften oder gar sechsten Tabellenplatz wieder finden. Insoweit wird Samstag jetzt zunächst so oder so eine Weichenstellung und Gradmesser. Gleichwohl hätten wir aber auch dann noch immer mit Hinblick auf die Rückspiele noch immer alle Möglichkeiten Tabellenplatz drei später zurück zu erobern. Nur Punktverluste wie heute, sind häufig die, die am Ende einer Saison gesetzte Ziele nicht erreichen lassen. Mehr solcher Ausrutscher dürfen wir uns wohl nicht leisten. Wir werden kommenden Donnerstag gezielt und hart für die Partie gegen Spenge3 trainieren. Es können sich alle Handballfreunde des TVL sicher sein, dass zumindest Einstellung und Kampfgeist zu 100% passen werden. Wir wollen oben dran bleiben. Ob es für uns gegen den starken Gegner Spenge3, die einzige Mannschaft die bisher dem Tabellenführer einen Punkt abnehmen konnte, reichen kann, wird sich dann zeigen. Samstag Abend sind wir alle ein wenig schlauer.“
Für den TVL spielten leider nicht sonderlich erfolgreich an diesem Abend Handball:
Bucksch(1), Ebel (5), Jostmeyer (1), Kniepkamp, Möcker (4), Rabeneck. (2), Scholz (2), Tiemann, Weszpatat (7), Wilke, René, Hildebrand und Böer im Tor.
Spielbericht zum Topspiel und damit zur Partie vom 14.01.12 gegen den Tus Spenge3
Der TVL1 unterliegt trotz guter Leistung im Spitzenspiel der Kreisliga B
Am 2ten Heimspielwochenende musste der TVL1 im Spitzenspiel der Kreisliga B um die Verfolgerplätze für den Aufstieg in die Kreisliga A einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen. Im heißen und lang ersehnten Ortsderby setzten sich die Gäste vom Tus Spenge3, vor einer in Lenzinghausen seit langer Zeit nicht mehr gesehenen Zuschauerkulisse im Herrenhandball von mehr als 100 Zuschauern, letztlich verdient mit 24:29 (14:14) durch.
Vor dem Spiel war allen Beteiligten in Lenzinghausen klar, dass es ein sicherlich noch nicht entscheidendes Spiel in Sachen eventueller Aufstieg wird, aber schon sehr richtungsweisend. Wollte man beim TVL die gesetzten Ziel weiterhin fest in eigener Hand haben und „ganz oben dran bleiben“, musste nach der ärgerlichen und völlig unnötigen Niederlage unter der Woche gegen den VfB Jöllenbeck nun gegen den starken Gegner vom Tus Spenge3 unbedingt ein Sieg her. Dieser hatte am Wochenende zuvor bereits im Spitzenspiel gegen die HSG EGB4 bewiesen, wie stark sie sind und welche Ziele sie ebenfalls verfolgen. Hatte Spenge3 doch bis kurz vor Schluss noch mit fünf Toren gegen den voraussichtlichen Kreismeister geführt. Zum Charakter und Bedeutung des Ortsderbys als solches, muss man ohnehin unabhängig vom Stand in der Tabelle nichts sagen.
Beide Mannschaften gingen mit viel Nervosität und hoher Motivation in die Partie. Recht schnell stellte sich ein temporeiches, für das Niveau der Liga durchaus sehr sehenswertes Handballspiel ein. Keiner der beiden Kontrahenten wollte auch nur einen Zentimeter Boden hergeben, dies war deutlich zu spüren. Auf beiden Seiten setzten sich die Rückraumspieler mal um mal durch. Beim TVL wurde die Verantwortung aber durchaus auf die Schultern der gesamten Mannschaft verteilt. Bis zur zweiten Spielminute setzte sich der TVL auf 3:1 ab, um wenig später erstmals mit 4:5 hinten zu liegen. Beide Mannschaften hatte stets die sofortige Antwort auf die Aktionen des Gegners. Zu ging es munter die gesamte erste Halbzeit über beispielsweise Spielstände von 8:6, 11:11 und 13:14 hin und her. Beide Mannschaften bewegten sich hierbei auf recht hohem taktischen Niveau und Kalkül. Auch eine Kurznahme von Sebastian Ebel brachte für Spenge3 ebenso einen durchgreifenden Erfolg, wie umgekehrt seitens vom TVL eine durchgeführte Kurznahme von Peter Martens. Dem Spielverlauf gerecht und entsprechend gingen so beide Mannschaften bei einem Spielstand von 14:14 ohne Führung in die Kabine. Für die Zuschauer bis zu diesem Zeitpunkt viel Spannung, Emotion und sehenswerter Handball von beiden Teams.
In der Kabine angekommen, machte Trainer Eggersmann klar, dass man durchaus gute Chancen heute hätte einen nicht überstarken Gegner zu Hause zu schlagen, bewegte man sich doch ganz klar auf Augenhöhe. Ein paar Prozentpunkte mehr an Konzentriertheit in der Abwehr und vor allem im Abschluss vor dem Tor bei gleichzeitiger Reduzierung technischer Fehler würde vielleicht den Ausschlag zu Gunsten des TVL geben können. Zudem wurde für den Zeitpunkt nach Wiederanpfiff eine sofortige Kurznahme von Arthur Martens mit der Abwehr besprochen, um Spenge3 hinsichtlich ihres besten Shooters taktisch ein wenig aus dem Rhythmus zu bringen.
In den ersten fünfzehn Spielminuten der zweiten Halbzeit ergab sich trotz dieses taktischen Kalküls seitens des TVL ein nahezu identischer Spielverlauf zu ersten Halbzeit. Auch Dank der überragend agierenden Torhüter Lucas Hildebrand und Sascha Böer über die gesamte Partie hinweg, blieb der TVL immer dran, aber so ehrlich muss man auch sein, nicht einmal mehr in der zweiten Halbzeit in Führung gehen. Ab der 38ten Spielminute ließ jedoch die Konzentration beim TVL nach und es ergaben sich mal um mal technische Fehler und viele 100% Chancen wurden liegen gelassen. Diesen Fehler beging der Tus Spenge3 hingegen nicht und ergriff die Gunst der Stunde. Mit gut vorgetragenem technischen versierten Handball, setzten sich die Spieler der Gäste durch und waren vor allem dann im Abschluss vor dem Tor höchst konzentriert und konsequent. So setzte sich der Tus Spenge3 auf ein vorentscheidendes 17:21 ab. Der TVL steckte jedoch zu keinem Zeitpunkt auf und versuchte unbedingt dran zu bleiben. Dem „heißen Charakter“ eines Ortsderbys gerecht werden, gab es dann noch eine fast ja schon zu erwartende obligatorische rote Karte. Arthur Martens vom Tus Spenge3 hatte seine Nerven nicht unter Kontrolle und musste nach einer unnötigen Tätlichkeit das Spielfeld verlassen. Lenzinghausen schnupperte jetzt Morgenluft und wollte noch einmal richtig angreifen, meinte man nun doch Dank Überzahlspiel und Verlust des Shooters für Spenge3, die Partie ggf. noch drehen zu können. Aber wie es häufig im Mannschaftssport passieren kann, hatte der Verlust von Martens und die rote Karte bei den Spengeranern sogar eher einen umgekehrten Effekt. Alle Spieler der Gäste drehten zusehends auf und wollten unbedingt die Führung und damit den Sieg verteidigen. Obgleich der TVL sich technisch und taktisch gut fing und wieder deutlich besser spielte, reichte dies entsprechend nicht mehr wirklich für eine Aufholjagd, lediglich beim 20:23 kam noch einmal auf „nur drei“ Treffer heran. Tus Spenge3 blieb „hart“ und „spielte den Sieg und damit zwei Auswärtspunkte“ in Lenzinghausen, mit dem Endstand von 24:29, verdient ein.
Teamchef Marc Eggersmann zum Spitzenspiel:
„Meinen Glückwunsch an den Tus Spenge3, die Gäste haben verdient gewonnen. Sie sind nun mit zwei sehr wichtigen Punkten auf dem Weg zum Durchmarsch in die Kreisliga A und stehen angesichts der heutigen Leistung nun zu Recht auch vor uns. Dies fällt einem in Lenzinghausen naturgemäß nicht leicht zu sagen, aber Leistung bleibt Leistung uns muss honoriert werden. Trotz einer herausragenden Torhüterleistung von Hildebrand und Böer und trotz der roten Karte gegen Martens reichte es heute nicht zum Sieg. Wir haben alles gegeben und müssen dann auch akzeptieren, wenn es gegen diesen Gegner zumindest am heutigen Tage nicht gereicht hat. Gefreut hat mich aber, dass wir in Lenzinghausen ein gelungenes 2tes Heimspielwochenende hatten, mit einem sehr sehenswerten Spitzenspiel, welches bis ungefähr zur 45ten Spielminute auf Augenhöhe geführt wurde. Die Zuschauer sind durchweg auf Ihre Kosten gekommen, es war Werbung für den Handballsport in Lenzinghausen. Die beiden Niederlage in dieser Woche sind bitter für uns und nächste Woche sind wir definitiv gegen den nächsten voraussichtlichen Kreismeister von der HSG EGB 4 Außenseiter. Sollten wir dort keine Überraschung schaffen und hätten dann 10 Minuspunkte, müssten wir feststellen, dass das Thema Aufstieg vielleicht doch eine Nummer zu groß für uns ist zum jetzigen Zeitpunkt. Natürlich haben wir gegen alle Mannschaften noch ein Rückspiel, aber erfahrungsgemäß wird es mit 12 oder mehr Miese sehr schwierig das Oberhaus des Handballkreises zu erobern. Ich schaue jetzt trotzdem mit der Mannschaft nach vorne, freue mich auf das nächste Spitzenspiel bei der EGB4 und wir werden nicht locker lassen, so wie die Mannschaft und ich auch heute alles probiert haben. Abgerechnet wird erst am letzten Spieltag in der Liga. Gleichwohl bleibt festzuhalten, dass wir jetzt zwei Niederlagen in Folge hatten und sicherlich der Verlust eines Spielers wie Sebastian Kreft, gerade an Spieltagen wie diesem, zumindest spürbar und vielleicht auch ein Stück weit Erklärung sind.“
Für den TV Lenzinghausen spielten sehenswerten, aber leider punktefreien Handball:
Benjamin Bucksch (2), Sebastian Ebel (7), René Gotthilf (2), Christian Jostmeyer (3), Jan Kniepkamp (2), Sebastian Möcker (3), Jannis Rabeneck (1), Daniel Reimer (3), Florian Tiemann, Mark Weszpatat (1), René, Marius Kotnig, Sascha Böer und Lucas Hildebrand im Tor.
Fazit zum Heimspielwochenende:
Bei der ersten Mannschaft des TV Lenzinghausen gilt es jetzt also wieder „etwas kleinere Brötchen“ zu backen und durch harte Trainingsarbeit – auch ggf. nach einer dritten Niederlage bei der EGB4 – dann wieder schnellstmöglichst auf Kurs und in die Spur zu kommen. Man wird nun zunehmend auf Ausrutscher der oberen Mannschaften hoffen müssen, findet man sich im Falle einer Niederlage am kommenden Wochenende doch auch recht schnell auf Tabellenplatz 5 und damit im oberen Nirwana der Liga wieder. Vielleicht ist aber auch durch die Tatsache, dass nun „ein wenig die Luft raus ist“, auch etwas Druck von der Mannschaft gewichen, welches durchaus bei weiteren Verbesserung des Handballs wieder zu tollen Erfolgserlebnissen führen kann. Als Fazit vom 2ten Heimspielwochenende bleibt auf jeden Fall festzuhalten, dass es für alle Handballfreunde in Spenge sehenswerten Herrenhandball in Lenzinghausen mit einem Eventcharakter für die ganze Familie gab und auch weiterhin geben wird. Mannschaftsübergreifend war es zudem auch sportlich unter dem Strich erfolgreich, punkteten doch sowohl die dritte Mannschaft mit einem verkrampften Pflichtsieg als Spitzenreiter und der TVL2 mit einem sehenswerten fast schon Kantersieg. Somit 4:2 Punkte für TVL an diesem Wochenende und eine gelungen Werbung für den TVL und den Handballsport.
Das Team von tvl-erste.de bedankt sich deshalb an dieser Stelle auch ausdrücklich bei allen ehrenamtlichen Helfern, Helfern aus den eigenen Mannschaften, vor allem auch bei den Sponsoren (ohne die dies Event nicht möglich und so erfolgreich geworden wäre) und natürlich last but not least bei den zahlreichen Zuschauern der drei Partien. Es hat viel Arbeit, aber auch sehr viel Spaß gemacht.

